Yes, we’re open – Der Preis des Wissens

20151229_oa_image_web25. Jänner 2016, 19 Uhr
Aula der Universität Innsbruck
Univ. Hauptgebäude (1. Stock)
Innrain 52, 6020 Innsbruck

Selbst kleine Universitäten zahlen aus Steuergeldern jedes Jahr Millionen, damit ihre WissenschafterInnen auf die ebenfalls mit Steuergeldern finanzierten Forschungsergebnisse anderer Hochschulen zugreifen können.

Einige Großverlage verdienen daran. Die Wissenschaft verliert, weil dringend notwendige Gelder anstatt in die eigentliche Forschung in den Bezug von elektronischen Zeitschriften fließen. Universitätsbibliotheken warnen bereits seit längerem, dass dieses System eigentlich nicht mehr finanzierbar ist. Die Open Access Bewegung, die sich als Reaktion auf die bestehenden Publikationsmodelle der Wissenschaftsverlage formiert hat, setzt sich daher für den freien und uneingeschränkten Zugang zu Forschungsergebnissen ein.

Am Podium:

Marie Farge, Forschungsdirektorin des CNRS Paris. In ihrer wissenschaftlichen Arbeit befasst sie sich mit nichtlinearen Gleichungen, die Turbulenz in der Hydrodynamik und Plasmaphysik beschreiben, ihrer numerischen Modellierung und Simulation unter anderem mit Wavelets. Mitinitiatorin des Elsevier Boycotts 2012.

Daniel Spichtinger, Senior Policy & Project Officer der Europäischen Kommission. Befasst sich mit Forschungspolitik in der EU, Open Access (Wissenschaftliche Publikationen, Forschungsdaten), Open Science sowie mit Kommunikation und Management von EU-Projekten.

Manfred Büchele, Assoziierter Professor und Privatdozent am Institut für Unternehmens- und Steuerrecht der Universität Innsbruck. Forschungen u.a. zum Österreichischen und Europäischen Immaterialgüterrecht sowie zum Unternehmens- und Kapitalgesellschaftsrecht.

Justus Piater, Dekan der Fakultät für Mathematik,
Informatik und Physik der Universität Innsbruck. Forscht im Bereich autonomer Systeme für den Einsatz in unstrukturierten, für Menschen gemachten Umgebungen, beispielsweise für wissenschaftliche Exploration und Katastrophenhilfe. Hierbei liegt sein Schwerpunkt auf Problemen der visuellen Wahrnehmung und des Erwerbs von Kompetenzen und Konzepten durch Beobachtung und Lernen.

Moderation:

Eva Lichtenberger, Politikerin und ehem. Mitglied des Europäischen Parlaments. 2006 bis 2011 im Vorstand der europäischen Grünen/EFA. Als stellvertretendes Mitglied der EU-US Delegation des EP war sie auf die Freiheit im Internet, Daten- und globalen Klimaschutz fokussiert.

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