Der Preis des Wissens – Quo vadis?

Das Thema Open Access wird nach wie vor hauptsächlich in der wissenschaftlichen Community diskutiert und, weil nur eine relativ kleine Gruppe von Personen direkt davon betroffen ist, von der breiten Öffentlichkeit sehr eingeschränkt wahrgenommen. Aufgrund der konstant steigenden Kosten für die Bereitstellung von Publikationen kommt es jedoch vermehrt zu einer Umwidmung von Forschungsmitteln oder einer Reduktion des Publikationsangebots. Beides hat Auswirkungen auf die Qualität der Forschung und betrifft uns somit alle.

Mit der Vorgabe, sämtliche Publikationen, die im Rahmen des Horizon 2020 Programms entstehen, Open Access zu publizieren setzt die EU Kommission einen wichtigen Schritt. Allerdings überlässt die Kommission die Entscheidung, ob die Herausgabe mittels Green oder Gold Open Access erfolgen soll, den ForscherInnen und damit einmal mehr den Verlagen das Spielfeld. Zwar machen die Fördermittel der EU laut Daniel Spichtinger nur rund 10% des Gesamtvolumens aus. Dennoch kann nur eine klare Richtlinie der Kommission, die von entsprechenden Maßnahmen, wie einer European Open Science Cloud begleitet wird, das Flickwerk an nationalen Regelungen nachhaltig verändern. Manfred Büchele betont jedoch, dass der Bedarf nach einer solchen Regelung umso stärker wird, je mehr nationale Regelungen es gibt.

Die Novelle des Urheberrechts in Österreich von 2015 ist hierfür ein gutes Beispiel: Obwohl im §37a vor allem auf Druck der Hochschulen das Zweitverwertungsrecht wissenschaftlicher Beiträge aufgenommen wurde, hat dieses aufgrund der Sperrfrist von 12 Monaten und der Einschränkung auf ‚erscheinende‘ Periodika nahezu keine konkreten Auswirkungen. Zudem werden die Verlagsverträge, die einer Publikation in renommierten Zeitschriften zugrunde liegen, zum Großteil nicht nach österreichischem Recht geschlossen.

Über 50% der wissenschaftlichen Artikel in den Bereichen Natural and Medical Sciences (NMS) und Social Sciences and Humanities (SSH) erscheinen heute bei einem der 5 größten Wissenschaftsverlage. Diese Verlage, darunter Häuser wie Reed-Elsevier oder Springer, sind aufgrund ihres Oligopols in der Lage, Preis und Umfang ihrer Produkte nahezu frei zu diktieren und haben Gewinnmargen, die einem PLOS One Artikel zufolge teilweise sogar über denen der 10 größten Unternehmen der Forbes 2000 Liste liegen. Scientific Publishing wird bereits 2002 in einem Analystenpapier von Morgan Stanley als der am schnellsten wachsende Medienbereich der letzten Jahre mit hervorragenden Gewinnaussichten bezeichnet.

Dabei, betont Marie Farge, hat sich das System der großen Wissenschaftsverlage eigentlich überholt: Die WissenschafterInnen übermitteln druckfertige Manuskripte an die Verlage; die einer Publikation zugrundeliegende Forschung sowie die Qualitätssicherung in Form von Peer Reviews wird auch von den ForscherInnern, die aus öffentlichen Geldern bezahlt werden, geleistet. Insbesondere in den technischen Disziplinen haben es die wissenschaftlichen Gesellschaften geschafft die kommerziellen Verlage aus ihren Publikationssystemen herauszunehmen.

Dies funktioniert vor allem deshalb, so Justus Piater, weil die Qualität und der Ruf einer Publikation nicht vom Verlag, sondern von den HerausgeberInnen abhängt. Das System der Impact Faktoren als Gradmesser des wissenschaftlichen Erfolgs und die weit verbreitete ‚Publish or Perish‘ Mentalität zementieren dabei die Machtposition der Verlage; insbesondere junge WissenschafterInnen sind gezwungen in den Zeitschriften der großen Verlage zu publizieren um beruflich voranzukommen.

Die wissenschaftliche Community hat es also selber in der Hand, ob sie sich dem Oligopol der Verlage weiter aussetzt, oder ob sie die Veröffentlichung ihrer Ergebnisse wieder selber in die Hand nimmt und neue zusätzliche Faktoren zur Bewertung der Arbeit heranzieht. Mit den Universitätsverlagen, deren Aufgabe nicht die Gewinnmaximierung sondern vielmehr die Verteilung des erforschten Wissens an eine breite Öffentlichkeit ist, steht den Universitäten bereits heute ein wichtiges Werkzeug zur ‚Entkommerzialisierung‘ zur Verfügung.

Der Grundstein, darin waren sich alle TeilnehmerInnen der Diskussison einig, ist gelegt. Es gibt aber noch viel zu tun.

Yes, we’re open – Der Preis des Wissens

20151229_oa_image_web25. Jänner 2016, 19 Uhr
Aula der Universität Innsbruck
Univ. Hauptgebäude (1. Stock)
Innrain 52, 6020 Innsbruck

Selbst kleine Universitäten zahlen aus Steuergeldern jedes Jahr Millionen, damit ihre WissenschafterInnen auf die ebenfalls mit Steuergeldern finanzierten Forschungsergebnisse anderer Hochschulen zugreifen können.

Einige Großverlage verdienen daran. Die Wissenschaft verliert, weil dringend notwendige Gelder anstatt in die eigentliche Forschung in den Bezug von elektronischen Zeitschriften fließen. Universitätsbibliotheken warnen bereits seit längerem, dass dieses System eigentlich nicht mehr finanzierbar ist. Die Open Access Bewegung, die sich als Reaktion auf die bestehenden Publikationsmodelle der Wissenschaftsverlage formiert hat, setzt sich daher für den freien und uneingeschränkten Zugang zu Forschungsergebnissen ein.

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Der Preis des Wissens

Universitäten sind heute nahezu ausnahmslos damit konfrontiert, dass die notwendigen budgetären Mittel für den Zugriff auf aktuelle Forschungsergebnisse die finanziellen Möglichkeiten zu übersteigen beginnen. Die Hochschulen, ihre Studierenden, vor allem aber die jungen ForscherInnen geraten daher in Zeiten sinkender Budgets immer mehr in Gefahr den Anschluss an den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Arbeit und somit ihren Platz in der internationalen Spitzenforschung zu verlieren. Zudem fließen immer mehr der ohnehin knappen Mittel in die Rezeption der wissenschaftlichen Arbeit anderer Institutionen; es stehen zunehmend weniger Ressourcen für die eigentliche Forschungsarbeit zur Verfügung. Selbst an der renommierten Universität Harvard wird bereits 2012 in einem internen Bericht davor gewarnt, dass der Zugriff auf wissenschaftliche Literatur mittelfristig nicht mehr finanzierbar sein wird. In ärmeren Staaten können sich bereits heute Hochschulen nur einen Bruchteil der notwendigen Zugänge zu Zeitschriften und Datenbanken leisten.

Der Auslöser für diese Situation ist nicht neu. Die Problematik liegt im bereits seit Jahrzehnten praktizierten ‚Abonnement Modell‘ der großen wissenschaftlichen Verlage begründet: Die Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeit werden in Fachzeitschriften publiziert, die wiederum von den Bibliotheken der Universitäten, von denen diese Forschungsergebnisse stammen, abonniert werden müssen, damit ihre eigenen ForscherInnen Zugriff darauf haben. Finanziert wird beides – sowohl die wissenschaftliche Arbeit als auch der Kauf der Zeitschrift – überwiegend aus den Budgets der Universitäten und mit Steuergeldern. Verschärft wird die Situation dadurch, dass die Verlage aufgrund ihrer Monopolstellung in der Lage sind, den Preis für die Abonnements nahezu frei zu diktieren. Jährliche Preissteigerungen zwischen 5% und 15% sind die Regel. Zeitschriften werden nur in Bündeln angeboten, bei denen jede ‚wertvolle‘ Publikation gemeinsam mit einigen ‚Ladenhütern‘ bezogen werden muss.

2001 kommt es, als Ergebnis einer Konferenz, die sich mit dieser Problematik auseinandersetzt, in Budapest zur Gründung der Budapest Open Access Initiative (BOAI), die heute als Startpunkt der Open Access Bewegung gesehen wird. Im Oktober 2003 wird, als Reaktion auf die BOAI sowie das Bethesda Statement on Open Access Publishing die Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen formuliert. Sie gilt bis heute als Grundlage der Ziele der Open Access Bewegung. Gleichzeitig entstehen, um die Open Access Publikation von Artikeln zu ermöglichen und zu fördern, Plattformen wie BioMed Central (BMC) oder die Public Library of Science (PLoS).

Immer mehr Artikel werden seit 2003, teils auch auf Druck von Fördergebern und Forschungseinrichtungen, im Open Access Modell veröffentlicht. Zahlreiche Hochschulen sind heute Signatoren der Berliner Erklärung und haben eine Open Access Policy, die WissenschafterInnen zu Open Access Publikationen verpflichtet. Hierbei wird zwischen der Veröffentlichung in Open Access Publikationen (Goldener Weg) und der Selbstarchivierung in Repositorien (Grüner Weg) unterschieden.

Beim Goldenen Weg werden die Kosten für die Publikation und die peer reviews über Article Processing Charges (APCs), die sich meist in der Höhe von mehreren tausend Euro bewegen, finanziert. Bei der Hybrid Variante dieses Modells zahlen AutorInnen die APCs um ihre Publikation vor Ablauf einer Sperrfrist auch für Nicht-Abonnenten zugänglich zu machen. Durch diese Vorgangsweise erfolgt eine Umlagerung der finanziellen Belastung von den AbonnentInnen der Zeitschriften zu den AutorInnen der Artikel. Die Finanzierung der APCs erfolgt dabei in den meisten Fällen durch die Institutionen oder die Fördergeber.

Hauptkritikpunkt am Goldenen Weg ist der Umstand, dass Gelder, die für die Forschung vorgesehen sind, für die Publikation der Forschungsergebnisse verwendet werden. Modelle wie jenes der Research Councils UK oder des FWF in Österreich, die sich selber als Vorreiter in Sachen Open Access feiern, sind in diesem Zusammenhang kritisch zu betrachten, weil sie jährlich Millionen Euros an Steuergelden in den Erhalt dieses nicht nachhaltigen Systems pumpen.

Beim Grünen Weg, der auch als Selbst-Archivierung bezeichnet wird, legen die AutorInnen ihre Publikationen und Artikel in institutionellen oder fachspezifischen Repositorien ab, diese stehen so einer breiten Öffentlichkeit sofort zur Verfügung. Im Normalfall wird derzeit entweder ein Preprint oder ein bereits peer reviewter Postprint archiviert. Während der Preprint, zwar bei der Zeitschrift eingereicht aber noch nicht von anderen WissenschafterInnen bewertet (peer reviewed) worden ist, handelt es sich beim Postprint um die zum Abdruck vorgesehene Version eines Textes mit allen durch die Reviewer geforderten Änderungen. Verlage mit einer Green Open Access Policy erlauben zwar eine solche Selbst-Archivierung durch die AutorInnen, viele bestehen aber auf einer Sperrfrist von 12 Monaten, bevor der Upload in ein Repositorium erfolgen darf.

Zahlreiche Hochschulen und Forschungseinrichtungen versuchen heute durch Open Access Policies eine Grundlage für eine Selbst-Archivierung zu schaffen. Aufgrund des Einflusses großer Verlage enthalten viele dieser Policies aber meist eine Opt-Out Klausel und bleiben daher in den meisten Fällen ohne größere Auswirkung.

Aktuelle Initiativen in der Gesetzgebung, wie zum Beispiel das 2014 in Deutschland in Kraft getretene Recht auf Zweitveröffentlichung oder die Anpassung des Urheberrechts in Österreich versuchen auf das Problem einzugehen, fassen aber zu kurz: Eine Sperrfrist von 12 Monaten ist zu lang um einen Zugriff auf wirklich aktuelle Forschungsergebnisse zu sichern und unterstützt schlussendlich die Politik der Verlage. Nur eine einheitliche Vorgabe innerhalb der EU Forschungsergebnisse, die mit Geldern der öffentlichen Hand erarbeitet worden sind, sofort frei zugänglich zu publizieren wird zu einer grundlegenden Änderung in diesem System führen.

Am 25. Jänner diskutieren internationale ExpertInnen, wieso Open Access notwendig ist um langfristig in der Forschung konkurrenzfähig zu bleiben, wie die Universitäten auf den zunehmenden finanziellen Druck durch die Wissenschaftsverlage reagieren sollen und warum das Urheberrecht reformiert werden muss. Moderiert wird das Gespräch, das von der Universität Innsbruck,  Wissenschaft und Verantwortlichkeit und Innsbruck Open veranstaltet wird, von Eva Lichtenberger.

Die Veranstaltung findet ab 19 Uhr in der Aula der Universität Innsbruck, Innrain 52, statt. Für alle diejenigen, die bei der Veranstaltung nicht dabei sein können, planen wir einen Live Stream. Details dazu werden wir in den kommenden Tagen hier auf unserem Blog und über die Facebookseite veröffentlichen.

Von Anonymität, Unsichtbarkeit und dem Problem mit den online Foren

“Wir haben einen Fehler im System. Nämlich in den Foren der Nachrichtenseiten. Es ist Zeit, das zuzugeben. Wir müssen den Leserdialog neu denken.” So beginnt ein aus dem Juli stammender Eintrag vom Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung Stefan Plöchinger auf seinem persönlichem Blog. Darin setzt sich Plöchinger mit der Problematik von online Diskussionen auf Nachrichtenseiten und dem seiner Ansicht nach unzulänglichen Status Quo auseinander. “Was hier und dort unter unseren Artikeln steht,” gibt Plöchinger zu, “hätten wir nicht auf unsere Seite kommen lassen dürfen. Uns nervt das selbst.”

Anfang September hat die Süddeutsche Zeitung die Möglichkeit für Kommentare und Diskussionen direkt bei den Artikeln endgültig deaktiviert und damit in die Tat umgesetzt, was ihr Chefredakteur im Juli zwischen den Zeilen angekündigt hat. Abgesehen von den klassischen Leserbriefen wird es nur noch im Forum, das von den eigentlichen Texten abgekapselt ist, täglich zu 2-3 konkreten Fragen die Möglichkeit zur Diskussion geben. Ansonsten soll – zur Vereinfachung für die AnwenderInnen wie betont wird – der Diskurs in den Sozialen Netzen stattfinden, wohin er sich nach Ansicht der SZ Redaktion ohnehin bereits verlagert hat.

“Die Süddeutsche hat […] die Notbremse gezogen”, schreibt Stefan Schulz in der FAZ, “Liebe Leser, Ihr seid uns eigentlich egal” betitelt Bettina Hammer ihren Kommentar bei Telepolis und wirft der SZ vor, so wie viele andere Medienseiten auch, die Nutzer mehr und mehr als Störfaktor zu sehen. Auf derstandard.at, der Website mit der wohl aktivsten Community in Österreich, spricht ein Forenbeitrag von der ”Kapitulation der Zeitungen”. In der Tat ist die SZ nicht die einzige Website, die mit Problemen beim Management der Diskussionen auf ihren Seiten zu kämpfen hat. Abgesehen von der reinen Anzahl, allein rund 14.000 pro Woche beispielsweise bei Zeit Online, sind es vor allem der rüde Ton und inakzeptable Inhalte in Postings, die zu einer immer stärkeren Belastung für den Dialog und jene Personen, die daran teilnehmen, werden.

Viele KommentatorInnen fordern daher als Reaktion die Abschaffung der Anonymität im Internet und die Einführung einer Klarnamenpflicht. Sie sehen darin das einzige Mittel um zu verhindern, dass Diskussionen aus dem Ruder laufen, es zu Hasspostings und Shitstorms kommt. Gegner dieser Sichtweise argumentieren, dass der Mensch im Internet ohnehin schon überwacht genug sei und das Antasten der Anonymität dem Ende von Meinungsfreiheit und Demokratie gleichkommt. ExpertInnen sind sich allerdings heute einig, dass nicht (die angebliche) Anonymität alleine die Ursache dieser Entgleisungen ist, sondern vielmehr eine Mischung von verschiedenen Faktoren solches Verhalten auslöst und fördert.

Ingrid Brodnig, Journalistin bei der Wochenzeitung ‘Falter’, setzt sich in ihrem Buch ‘Der unsichtbare Mensch’ intensiv mit diesem Themenkomplex auseinander und kommt ebenfalls zum Ergebnis, dass nur eine differenzierte Betrachtungsweise der Problematik gerecht wird. Unter anderem verweist Brodnig dabei auf den US amerikanischen Psychologen John Suler, der sechs Faktoren identifiziert hat, die zu einer Enthemmung bei der Kommunikation im Internet führen können. Dieser Online Disinhibition Effect kann zwar durchaus positive Effekte haben, allerdings ist er in seiner toxischen Variante, eben auch Ursache von Hasspostings oder offenen Gewaltdrohungen.

Am Mittwoch, 15. Oktober, um 19 Uhr wird Ingrid Brodnig ihr Buch im Rahmen eines Autorinnengesprächs in der Buchhandlung liber wiederin präsentieren. Der Abend findet in der Reihe WuV-Buch statt und wird von Wissenschaft und Verantwortlichkeit in Zusammenarbeit mit dem Land Tirol, dem Renner Institut Tirol und InnsbruckOpen veranstaltet. Moderiert wird der Abend von Christoph Wild.

Für alle diejenigen, die bei der Veranstaltung nicht dabei sein können, planen wir einen Live Stream. Details dazu werden wir in den kommenden Tagen hier auf unserem Blog und über die Facebookseite veröffentlichen.

Innsbruck Open zu Gast auf Freirad 105.9MHz

Christoph Wild von Innsbruck Open ist am Montag, 28. Jänner, zu Gast in der Sendung vLOKALE sZÄhNE DE milchZÄHND ZEING auf Freirad 105.9MHz. Dort plaudert er von 20-21 Uhr mit Lisa Scherz und Valentin Dander über Netzpolitik, Open Data und warum es Initiativen wie Innsbruck Open braucht.

Für alle, die die Sendung am 28. Jänner verpasst haben, gibt es hier den Stream zum Nachhören.

Der gläserne Patient – ein Ausblick

Die Sammlung und Speicherung von Daten mit Hilfe medizinischer Geräte ist ein Thema, das derzeit noch nicht im Fokus der Aufmerksamkeit steht. Umso mehr besteht Bedarf nach einer breiten Diskussion um sicherzustellen, dass PatientInnen und die unabhängige Forschung nicht auf der Strecke bleiben.

Gesetzgeber und PatientInnen werden von den technischen Entwicklungen geradezu überrollt. Man kann daher mit Recht anzweifeln, dass die zukünftigen Auswirkungen einer heute getroffenen Entscheidung – wie etwa die Zustimmung zur Übermittlung und Speicherung von medizinischen Daten – in vollem Umfang bekannt sind und von den Betroffenen überblickt werden können.

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